Donnerstag, 26. Februar 2015

Verzicht ist out: Mehr ist mein neues Weniger


Hallo Ihr Lieben, nutzt Ihr die Fastenzeit auch gerade, um auf etwas zu verzichten? Keine Süßigkeiten? Keine Fertigprodukte? Keinen Kaffee? Digitales Detox vielleicht? Im letzten Jahr habe ich knapp vier Wochen auf weißen Zucker und Weißmehl verzichtet. Was am Anfang gar nicht so leicht war, weil sich der doofe Zucker in vielen Produkten versteckt und auch im vermeintlichen Roggenbrot auf Nachfrage Weizen enthalten war, entpuppte sich nach einer Woche als durchaus machbar. 
In diesem Jahr habe ich mir auch wieder so meine Gedanken zum Thema Fasten gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass Mehr mein neues Weniger ist. So. 


Ich bin gerade fleißig dabei, mehr zu trinken. Ich habe mir extra so eine komische Trink-Erinnerungs-App aufs Handy geladen, die jede Stunde vor sich hin bimmelt, um mich daran zu erinnern, dass ich schon wieder nichts getrunken habe. Wasser mit Zitrone wäre natürlich vorbildlich, ich bin aber schon froh, wenn ich genug verdünnte Apfelschorle trinke.

Mehr bewegen möchte ich mich endlich auch. Ich finde es immer wieder unerklärlich, wie fest mich mein Schweinehund im Griff hat. Ein kleiner innerer Monolog von Mittwoch früh als Beispiel: 

Ich: Gestern abend habe ich mir fest vorgenommen, zum Yoga zu fahren und ich ziehe das jetzt auch durch. 

Schweinehund: Du weißt aber schon, dass Du noch jede Menge am Computer zu tun hast?

Ich: Mmh, weiß ich, aber ich muss auch mal etwas für mich tun. 

Schweinehund: Sag das mal Deinen Auftraggebern...

Ich: Nee, egal, ich mach das jetzt (schon nicht mehr ganz so überzeugt). 

Schweinehund: Du wolltest doch auch endlich Deine neue Kamera ausprobieren. Warum kaufst Du Dir die überhaupt, wenn Du nicht damit fotografierst. 

Ich: Ach, das hat noch Zeit. Ist ja bald Wochenende. 

Schweinehund: Jaha, dann hast Du aber keine Zeit, weil Du Deine Aufträge abarbeiten musst. 

Ich: Stimmt auch wieder. Aber Yoga ist nur einmal in der Woche. Ich mach das jetzt! (Oder sollte ich lieber den schönen Sonnenschein ausnutzen und eine Runde joggen, statt im Yogaraum zu schwitzen?)

Schweinehund: Mach doch, aber bei dem Kurs ist es bestimmt richtig voll und Du bekommst garantiert einen ganz schlechten Platz hinter der Säule ab. Und wird Dir beim Yoga in letzter Zeit nicht immer schlecht?? Auf dem Sofa ist es doch auch sehr gemütlich, letzte Nacht war es ja auch wieder ziemlich spät bei Dir, oder? Bist Du gar nicht müde?? Mmmmmh???

...

So ging es noch ein Weilchen hin und her, bis ich dann ganz schnell meine Tasche gepackt habe und einfach losgedüst bin. Es war ein toller, entspannter Vormittag und gemeinsam mit der Yogalehrerin  haben wir bei strahlendem Sonnenschein den Frühling in einem nicht überfüllten Raum begrüßt. Und das Gefühl, dem Schweinehund eins ausgewischt zu haben war einfach unbeschreiblich. Mal sehen, was er mir nächste Woche zu sagen hat.


Dann möchte ich mich mehr mit meiner neuen Kamera beschäftigen und mich langsam vom Automatik-Modus verabschieden. Bei meiner alten Kamera, mit der ich auch tolle Fotos gemacht habe, war ich ja ziemlich faul und der Automatik-Modus wahnsinnig praktisch. Fast jedes Foto war ein Treffer. Da ich auf meine alten Tage aber noch etwas lernen möchte, werde ich das mal alles etwas genauer unter die Lupe nehmen. 


Und dann ist da noch die Sache mit dem Schlaf... Abends einfach mal früher ins Bett gehen, das wärs, und morgens ausgeschlafen und gut gelaunt aus den Federn springen. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, war ich morgens noch nie besonders gut drauf und egal, ob mit oder ohne Schlaf bin ich immer furchtbar müde. Vielleicht heute abend...wenn mein Schweinehund nichts dagegen hat.

Und wie sieht's bei Euch in der Fastenzeit aus? Weniger oder mehr?



Kommentare on "Verzicht ist out: Mehr ist mein neues Weniger"
  1. Ich habe der Fastenzeit die meisten Jahre meines Lebens gar keine Beachtung geschenkt. Letztes Jahr habe ich auf Chips verzichtet. Dieses Jahr mache ich das auch. Die Dinger haben echt Suchtpotential bei mir... und da wir abends ziemlich viel Serien gucken, bleibt im Moment in der Woche der Fernseher aus. Was das an Zeitpotential freisetzt �� Finde ich gut, das so zu sehen wie du. Nicht auf den Verzicht zu gucken, sondern dass man etwas dazu gewinnt. Mhhh... Trinken müsste ich auch mehr. Aber wir wollen mal nicht übertreiben. Man kann ja nicht alles umstellen.
    Liebe Grüße zu dir!

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  2. Trinken tu ich mehr als genug, aber ich möchte auch gerne "mehr": mit meinen Händen herstellen, mich bewegen, tanzen, meditieren... Und mehr mit meinem alten Papa unternehmen. Dazu muss es aber erst noch ein bisschen mehr Frühling werden...!
    Eine gehaltvolle Fastenzeit und liebe Grüße,
    Brigitte

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  3. Hallo, also ich schließe mich gerne Deinem "Mehr"-Motto an, denn mehr trinken, mehr Sport, mehr schlafen und vielleicht auch mehr fotografieren, da mit anderen angenehmen Aktionen wie z.B. Spazierengehen verbunden, sind definitiv sehr gute Vorsätze.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

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Schön, dass Ihr bei mir vorbeischaut. Ich freue mich über Eure Nachricht!

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