Donnerstag, 17. Juli 2014

{Buchvorstellung}: Vegan in Topform - Das Kochbuch

Kaum eine Ernährungsform wird wohl gerade so gehypt wie der Veganismus. Koch- und Backbücher schießen wie Pilze aus dem Boden und auf allen Kanälen werden die Vorzüge dieser nährstoffreichen Ernährung gepriesen. Zwar hält sich vor allem bei Fleischessern hartnäckig das Gerücht, dass Veganer aufgrund ihres Mangels an Eisen und Eiweiß demnächst tot umfallen müssten, mittlerweile gibt es aber immer mehr Menschen, die das Gegenteil beweisen. Brendan Brazier ist so einer. Der frühere Ironman-Triathlet hat allen Fleisch-Fans die Nase gezeigt und bewiesen, dass man auch mit einer rein pflanzlichen Ernährung zu sportlicher Höchstform auflaufen kann. Seine sogenannte Thrive-Diät ist vor allem bei Hochleistungssportlern legendär. Nach seinem ersten Buch Vegan in Topform liefert der 39-jährige Kanadier nun die passenden Rezepte dazu.



Das Buch Vegan in Topform - Das Kochbuch von Brendan Brazier ist ein absolutes Standardwerk, dass nicht nur 200 vegane Rezepte bietet, sondern auch sehr ausführlich erklärt, welche Auswirkungen der Verzehr von tierischen Produkten auf unsere Umwelt hat.

Der durchtrainierte Triathlet hat sich für die veganen Gerichte wie Quinoa-Falafel, Zucchini-Fettuccine mit Zitronen-Pfeffercreme oder Minz-Eiscreme mit Schokosplittern nicht ganz alleine an den Herd gestellt, sondern bekannte Küchenchefs aus den USA nach ihren liebsten Rezepten gefragt. In seinem Kochbuch verzichtet Brazier vollkommen auf mögliche allergieauslösende Produkte wie Soja, Weizen, Mais und Hefe und lässt den sogenannten Superfoods wie Chia, Maca und Chlorella den Vortritt. Die meisten der veganen Gerichte sind recht unkompliziert zuzubereiten, dafür haben es einige Zutaten in sich. Ich habe im Bio-Laden zwar mittlerweile viele exotische Nahrungsmittel gesehen, aber von Sacha-Inchi-Samen (Inka-Erdnüsse), Yerba Mate oder Yacon-Sirup habe ich noch nichts gehört. Zum Glück werden Alternativen für die Gerichte angegeben. Fest steht: Wer sich mit der veganen, nährstoffreichen Ernährung und den Superfoods noch gar nicht näher beschäftigt hat, muss bei den Rezepten kreativ werden, um die Zutaten zu ändern. 


Besonders interessant fand ich das Kapitel über die Acht Elemente guter Ernährung: In welchen Lebensmitteln stecken Antioxidantien, Kalzium, Eisen, Fette oder sekundäre Pflanzenstoffe und was bewirken sie in meinem Körper? Ausführlich beschrieben ist auch die Basisaustattung an Vorräten, die für die Gerichte bzw. für eine vegane Ernährung allgemein benötigt werden. Wenn man nicht gerade Großverdiener ist, lassen sich diese Dinge nicht an einem Tag anschaffen, aber ihr bekommt viele Anregungen für nährstoffreiche und gesunde Lebensmittel.

Wenn Ihr Euch nicht nur für sehr gesunde, vegane Gerichte interessiert, sondern noch viel Wissenswertes zu umweltverträglicher Ernährung, Schonung der Ressourcen und die Auswirkung der veganen Ernährung auf die Gesundheit wissen möchtet, ist das Buch von Brendan Brazier das richtige für Euch.


Da ich seit einigen Wochen kein Fleisch mehr esse und deshalb auch auf Süßigkeiten mit Gelatine verzichten möchte, haben mich die Coolen Kokos-Orangenschnitten aus dem Buch angesprungen. Da ich nicht alle Zutaten in ausreichender Menge zu Hause hatte, habe ich das Rezept etwas abgewandelt und coole Cashew-Orangen-Kokos-Kugeln daraus gemacht. 




 Rezept für ca. 10 Kugeln:

100 g Cashewkerne
1 TL geriebene Orangenschale
3/4 TL Vanilleextrakt
6 EL Kokosraspeln 
1 EL brauner Zucker oder Agavendicksaft
1 Prise Salz

Und so geht's:

Die Cashewkerne werden fein gehackt und mit den restlichen Zutaten zu einem klebrigen Teig vermischt. Danach formt Ihr kleine Kugeln und wälzt sie in den Kokosraspeln. Die Kugeln schmecken besonders gut, wenn Ihr sie einige Minuten ins Gefrierfach legt.

Genießt den Sommer, Ihr Lieben!



Kommentare on "{Buchvorstellung}: Vegan in Topform - Das Kochbuch"
  1. Witzig. Grad heut hab ich nen Rezept von nem veganen Kuchen online gestellt. Zwar will und werde ich mich nicht ausschließlich vegan oder vegetarisch ernähren, aber ich liebe viele Rezepte dennoch.
    Allerdings bekomme ich so außergewöhnliche Zutaten hier nicht! Und viel mehr mag ich es, wenn die Produkte nicht erst um die halbe Welt reisen müssen, damit ich sie dann essen kann. Wir versuchen hier immer mehr regionale Produkte zu nutzen und zu verwenden. Auch das hat Auswirkungen auf unsere Umwelt, die wir achten sollten.
    Grüße nach Hannover, eva
    P.S.: Mal wieder Lust auf nen netten Kaffee irgendwo?

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  2. Eine schöne Seite hast du hier.
    Wir kommen auch der veganen Küche immer näher. Das Buch sieht interessant aus, ich werde es mir mal genauer anschauen.

    Liebe Grüße

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Schön, dass Ihr bei mir vorbeischaut. Ich freue mich über Eure Nachricht!

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