Freitag, 27. Juni 2014

Lumix in Hannover: Das Festival für jungen Fotojournalismus



Samstag habe ich meinen kinderfreien Tag genutzt, um mir die Lumix, das Festival für jungen Fotojournalismus anzusehen. Schon vor zwei Jahren war ich bereits dort und war von der Flut grandioser und bedrückender Fotos begeistert. Mein ursprüngliches Vorhaben, mir nur wenige Reportagen auszusuchen, war angesichts der riesigen Auswahl nicht gerade leicht.


Ich muss ehrlich zugeben, dass ich die Fotoreportagen über Krieg, Gewalt, Tod, Zerstörung und grausamer menschlicher Schicksale nach kurzer Zeit nicht mehr ertragen konnte, weil es einfach too much für mich war. Allerdings war es wirklich schwierig, Fotos zu finden, die sich mit etwas anderem beschäftigen.


Eine Reportage, die für mich aus der Masse herausstach, war die über das Ende der Karriere der Balletttänzerin Karine Seneca. Nach 20 Jahren auf der Bühne nahm sie Abschied von der Staatsoper in Hannover und damit auch von ihren Kollegen und Freunden. Die 40-Jährige blickt in eine ungewisse Zukunft, die nicht mehr nur aus Tanz besteht. Während dieser Zeit wurde sie von der jungen Fotografin Insa Cathérine Hagemann begleitet, die mit ihren Fotos ein stilles, wunderschönes Porträt dieser Tänzerin gezeichnet hat. HIER könnt Ihr Euch ein Video mit vielen der tollen Fotos und einem Interview der Tänzerin ansehen.


Besonders war an dieser 4. Lumix, dass aus Platzmangel einige Bilder in einem kleinen Garten ausgestellt wurden. Mit einer speziellen Beschichtung haben die Fotos zum Glück so manchen Regenschauer überstanden.


Ein weiteres Highlight war für mich die Reportage "Fukushima, Sacrificed Land". Jeremie Souteyrat, ein französischer Fotograf der in Japan lebt, befasst sich dort mit dem Leben nach der nuklearen Katastrophe. Viele Menschen warten auch 3 Jahre nach dem Unglück in Übergangsquartieren darauf,  dass sie in ihre Heimat zurückkehren können. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich die Natur ihren Lebensraum zurückerobert, wenn keine Menschen da sind.



Nächste Woche zeige ich Euch Fotos aus einer Reportage über das Schicksal einiger Jugendlichen, die den grausamen Amoklauf auf der norwegischen Insel Utoja vor drei Jahren überlebt haben. Die Intensität der Bilder und das unglaubliche Leid dieser jungen Menschen hat mich sehr getroffen und berührt.
1 Kommentar on "Lumix in Hannover: Das Festival für jungen Fotojournalismus"
  1. Unglaublich schön. Das wäre auch das richtig für mich gewesen!
    Bin auf den kommenden Bericht gespannt über Norwegen.

    Sei lieb Gegruesst von Conny

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