Montag, 15. Oktober 2012

Alte Heimat: Kleine Tour durch Hannover



Schon im Frühjahr hatte ich die Idee, eine kleine Rundreise durch Hannover zu machen und Euch die Orte zu zeigen, an denen ich viel Zeit verbracht habe und die ich besonders gerne mag. Hannover war für mich nämlich Liebe auf den ich-weiß-nicht-wievielten Blick. Als Jugendliche vom Dorf landete ich mit dem Zug immer mitten in der Innenstadt, die bis auf das Opernhaus, nicht besonders viel zu bieten hat. Wirklich ins Herz geschlossen habe ich die Stadt erst, als ich mit meinem jetzigen Mann unsere erste gemeinsame Wohnung in der Oststadt bezogen habe. Nach einem halben Jahr in einer ziemlich chaotischen Studenten-WG und zwei Jahren mit einer Freundin in einer kleinen Wohnung (eine Tour durch mein studentisches Hannover zeige ich Euch ein anderes Mal), musste es für die erste eigene Wohnung der Klassiker sein: Altbau, hohe Decken, Stuck, Flügeltüren, Holzfußboden. Alle, die ich zu dieser Zeit (2002) kannte, wollten so wohnen. Wir hatten Glück und haben sieben Jahre in einer wirklich schönen Gegend gewohnt.


Viele Restaurants, Cafés und kleine Läden in der Nachbarschaft und Europas größter Stadtwald, die Eilenriede, direkt vor der Haustür, durch den ich stundenlang mit unserem erstem Sohn im Kinderwagen geschoben bin. Ich denke gerne an diese Zeit zurück. Aber irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem der Wunsch immer größer wurde, in ein Haus mit eigenem Garten zu ziehen. Tür auf, Kind raus - so hatte ich mir das vorgestellt und nicht mit fünfzig Kindern und Mamas im Hochsommer auf dem Spielplatz zu sitzen und Sandkuchen zu backen.


Als ich letzte Woche in Hannover war, sind diese Bilder entstanden. Und obwohl das Thema Stadtleben für uns abgeschlossen ist, habe ich kurz überlegt, ob es doch nochmal etwas wäre, mit zwei Kindern hierher zurückzuziehen. Aber ich denke nicht. Denn auf der, im Übrigen nur 20-minütigen Autofahrt nach Hause, bin ich wieder an den Windrädern vorbeigekommen, den abgeernteten Feldern und dieser extrem flachen Landschaft, die ich so liebe. Und ich stelle mir immer vor, dass direkt dahinter das Meer anfängt. Ich mag und brauche diese Ruhe sehr und wenn ich will, bin ich ruckzuck in der Stadt. Perfekt, oder?


Kommentare on "Alte Heimat: Kleine Tour durch Hannover"
  1. Liebe Viola, sehr schöne Fototour! Ich würde mich über mehr Tipps und Adressen und Bilder freuen! Plane ich doch meine Mama mit einem Kurztrip nach Hannover zu überraschen ( Sie hat dort eine neue Liebe;-))! Eure Entscheidung mit der Familie lieber ländlich zu wohnen ist doch schön!!! Ich denke auch man kommt auf dem Land gut zur Ruhe! Hat halt immer alles ein paar Vor-und Nachteile! Herzliche Grüße Susan

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  2. Ich war noch nie in Hannover. Aber die Bilder schauen so aus und es klingt auch so, als könnte es mir dort gefallen. Wir haben das Wohnen mitten in der Stadt bzw. mitten in den Städten auch hinter uns. Wir wohnen zwar immer noch in der Stadt, aber in einer Wohngegend mit kleinen bunten Reihenhäuschen aus den 30er Jahren. Bald wird sich auch für uns die Frage stellen, ob wir ein Haus bauen oder kaufen wollen und wie weit es dann weg sein soll von der Stadt. Ich glaube, die Ruhe auf dem Land, das könnte ich noch nicht. Irgendwie macht mich zu viel Ruhe sehr unruhig.
    Ich freue mich, auf mehr Impressionen von Hannover
    Einen schönen Wochenanfang wünscht
    Chrissi

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  3. ...du liebe, soooo schön.. :) bin gestern wieder in Hannover angekommen und nachher gehts erstal auf die lister meile.. und u.a. zu esplanade.. mein lieblingsladen :)
    sorry,dass ich nicht mehr geschrieben hatte - mein handy und internet in kombi mit sylt wollte nicht ganz so, wie ich wollte.. :( was hältst du von mi oder do-vormittag (habe noch urlaub), irgendwo hier in der schönsten ecke hannovers? :)
    liebe grüße und einen guten start in die woche, gesa
    PS: freue mich auf mehr hannover-fotos.. die dann vielleicht bei unserem treffen entstehen?

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  4. In den letzten Jahren war ich in Hannover nur immer am Bahnhof... nach dem Lesen diesen Posts sollte ich das aber unbedingt ändern! Mit Windrädern geht es mir übrigens genauso, nur ist bei mir (wohnen Oldenburg, arbeiten Varel) die Chance auf Wasser dahinter noch eine deutlich größere :). Aber auch dort, wo ihr jetzt wohnt, habt ihr euch einen schönen Flecken Erde rausgesucht! Ich fahr wochenends oft zu meinem Liebsten nach Hi, so dass ich quasi bei euch vorbei komme ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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  5. Ach schön! Ich habe einige Jahre in Hannover gewohnt und die ersten davon auch in der Oststadt (u.a. Gabelsberger Str.). Diese Stadt kann man wirklich gern haben und ich bin immer wieder mal zu Besuch. Eingetauscht habe ich es allerdings nicht gegen das Land, sondern eine noch viel größere Stadt. Mal sehen wie lange noch ... Schöne Grüße, Wiebke

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  6. Sehr schöne Fotos. Verliebt in eine Stadt zu sein kann ich gut nachvollziehen, ich vermisse Edinburgh auch nach einem Jahr noch sehr. Beste Grüße, Jenni

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  7. Ja, so ungefähr würde mir das auch gefallen. Also großstadtnah, aber auf dem Land. Leider ist das hier nicht bezahlbar. Und ich mag die hügelige Landschaft, bei der einem die Meerillusion allerdings nicht kommt. Wobei das bei Hannover ja nicht so weit hergeholt ist, schließlich seid ihr ziemlich nah am Meer dran - von uns aus betrachtet. ;-)

    Wenn ich bei deinen Kommentaren auf den Profilnamen klicke, erscheint übrigens "das Profil ist nicht freigegeben" - erschwert es, zu Dir zu kommen. Vielleicht irgendeine Einstellung?

    LG, Katja

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    1. Danke für den Hinweis, ich glaube,jetzt geht's wieder.

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  8. yep! same with me :-) ich liebe hamburg, aber bin immer froh, wenn ich zu uns "raus" komme und ich nicht jedesmal einen herzinfarkt kriege, weil der sohnemann mit dem laufrad unterwegs ist.
    liebe grüße!

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  9. Scöne Bilder. Mir gehts manchmal genauso. Damals war Hamburg allerdings meine Großstadt in die ich gezogen bin während der Ausbildung. Geboren bin ich allerdings in NRW und dann in der Nähe von HH groß geworden. Dann kam mein Mann vom Land*g* ich zog zurück nach NRW in die Nähe meiner Geburtsstadt sogar. Und was soll ich sagen? Ich fühl mich zu Hause. Hamburg zum Besuch ok, aber wohnen ist mir zu laut, unruhig und hektisch. Hier hab ich nu auch Felder und Wald um mich herum, bin schnell in der Stadt und dem Kleinen kann ich Kühe, Schafe, Schweine und die Natur näher bringen. In der Stadt kommt die Milch dann zumeist ja nur aus der Tüte.;-)

    Einen scönen Blog hast du da übriegens.

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  10. wirklich tolle bilder... und hannover muss ich mir auch mal dringend anschauen... hab immer nur gutes gehört... :-)
    aber das stadt vs. land leben "problem" kenne ich... würde wahrscheinlich auch wieder/immer noch direkt in köln wohnen, hätte mich die liebe nicht hieraus ins "dorf" getrieben ;)
    aber wie du sagst, ich bin in 20 minuten auch in kölle downtown, wenn ich will. das ist immer sehr beruhigend und wird samstags gern mal genutzt ;)

    allerbeste grüße
    jules

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  11. Ach, Hannover <3 Die Oststadt! Da bin ich aufgewachsen (auch in so einer Wohnung... naja, ohne Stuck). Gegenüber der Dreifaltigkeitskirche. Leider nur bis ich fast zehn war, dann wurde ich - berufsbedingt, mein Vater - nach NRW verpflanzt. Aber zum Glück weiterhin in die Stadt ;-)

    Ich bin großer Verfechter vom Leben mit Kindern in der Stadt und kann dem Landleben nichts abgewinnen. Ruckzuck in der Stadt bin ich nur, wenn es ohne Auto eine Viertelstunde dauert. In Diskussionen habe ich häufig gehört, dass es daran liegen soll, wie man selbst aufgewachsen ist... vielleicht, ich liebe es und bin immens dankbar dafür, aber ich kenne auch - in beide Richtungen - das Gegenteil, Menschen, die als sie erwachsen waren, "aufs Dorf" wollten und Menschen wie meine Mutter, die nichts auf der Welt "zurück" treiben würde. Was will ich damit sagen? HANNOVER!!! Ich war seit... mehr als zehn Jahren nicht da, aber es ist noch immer meine Heimat.

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  12. Friesenstraße - neben dem Bunker :-) Und ich hatte eine Freundin in der Bütersworthstraße :-D
    Ich bin aber schon 1995 da weggezogen...

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Schön, dass Ihr bei mir vorbeischaut. Ich freue mich über Eure Nachricht!

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