Schwierig wird es, wenn die Mutter und leuchtendes Vorbild (in diesem Fall also ich) diese Fähigkeit auch nicht besonders gut beherrscht. Bei mir äußert sich das aber in anderen Bereichen: Meine Nähmaschine steht seit drei Jahren fast ungenutzt unter meinem Schreibtisch, weil ich zu ungeduldig bin, den Ober- und Unterfaden einzufädeln, der sich immer und immer wieder vertüddelt. Ich bin schlecht im Basteln, weil ich mit den Kindern zu ungeduldig bin und auch nicht besonders gut darin, DIY-Anleitungen für meinen Blog zu erstellen, weil es mir nicht schnell genug geht. Dabei war ich vor den Kindern die Ruhe in Person, habe mich selten aufgeregt und oft nur innerlich gebrodelt. Seit die Kinder da sind geht es mit meiner Geduld bergab. Leider.
Yoga ist da auch so eine Sache: Ich habe eine sehr verklärte Vorstellung davon, dass mich Yoga zu einem ausgeglicheneren, gelasseneren Menschen macht und ich ganz nebenher auch furchtbar gelenkig werde. Der Haken: Ich muss wohl oder übel üben und da steht mir mein innerer Schweinehund ganz schön oft im Weg rum.
Vielleicht hat sich deshalb auch dieser Satz bei mir so eingebrannt, den uns Annika beim Yoga vor einigen Wochen mit auf den Weg gab und jetzt in meiner Yoga-Ecke hängt: Alles ist schwierig, bevor es leicht wird. Dieser Satz des persischen Dichters Moslik Saadi (1190-1283) ist so allumfassend, dass er auf alle Bereiche
Damit ich diese kleine Motivation ab sofort jeden Tag vor Augen habe, habe ich mir den Satz mit einer schönen Schrift in Photoshop erstellt, ausgedruckt und auf hübsches Geschenkpapier geklebt. Für den Rahmen habe ich einfach schönes Masing-Tape verwendet. Eine sehr gute Auswahl toller Masking-Tapes in vielen Variationen findet Ihr zum Beispiel bei Japanwelt, einem Online-Shop aus Berlin, bei dem ich mir einige schöne Tapes aussuchen durfte.
Zur Anwendung muss ich Euch nichts mehr erzählen, aber ich finde, dass die original mt-Tapes im Vergleich zu vielen anderen Anbietern, unglaublich gut an der Wand haften. Viele weitere Masking-Tape-Ideen findet Ihr hier.
Um mich in Geduld zu üben, habe ich gestern Abend eine geschlagene halbe Stunde unseren allerliebsten Spinatsalat zubereitet. Das putzen, waschen und blanchieren ist für ungeduldige Menschen eine Qual. Da ich aber weiß, dass sich der Aufwand lohnt, habe ich das mal tapfer bis zum Schluss durchgezogen. Dafür waren die Frühlingsrollen tiefgefroren. Für den Spinatsalat ist übrigens sonst immer mein Mann zuständig, der in allen Bereichen so unglaublich geduldig ist.
Da dieser Spinatsalat so wahnsinnig lecker ist, verrate ich Euch noch schnell das Rezept. Ihr braucht für zwei Personen:
500 g jungen Spinat
4 EL gutes Sesamöl
3 EL Sojasoße
Zum Abschmecken etwas Salz
Ungeschälter Sesam (war bei uns gestern leider aus)
Und so geht's:
Ihr müsst den Spinat gründlich waschen, in einem großen Topf blanchieren, dann kurz abkühlen lassen und sehr, sehr gut ausdrücken. Dann wird der kleine Klumpen Spinat der übrig bleibt klein gehackt und mit einem Dressing aus ca. 4 EL Sesamöl, 3 EL Sojasoße und etwas Salz übergossen. Während der Salat zieht, röstet Ihr in der Pfanne ungeschälten Sesam (Menge nach Geschmack) an und gebt ihn zu dem Salat. Umrühren, fertig!
Ich wünsch Euch allen ein tolles Pfingstwochenende. Genießt die freie Zeit!

























