Montag, 28. Juli 2014

Mamas freier Tag oder zwei Freundinnen unterwegs in Bremen {Teil II}

Hinter uns liegt ein ganz wunderbares Wochenende bei Freunden, das mit einem kaputten Auto, gesperrten Autobahnen und nörgeligen Kindern etwas holprig startete. Da es das Wetter aber so unfassbar gut mit uns meinte und viele entspannte Menschen zusammenkamen, konnten wir die Sommerparty zum Glück so richtig genießen. Geblieben ist von diesem kleinen Familienausflug ein 8-Jähriger, der zum ersten Mal verliebt ist und eine Mama (also ich), die keine Stimme mehr hat. Ich kann nur noch flüstern!

Beim Besuch meiner Freundin ist mir auch aufgefallen, dass unser kleiner Mama-Ausflug schon über 2 Monate her ist und ich hier den zweiten Teil zeigen wollte.  Bitteschön...

















Nachdem wir uns die Altstadt Bremens, die Schlachte und das Schnoorviertel angesehen hatten, gingen wir ins Viertel mit seinen tollen Cafés, Restaurants und hübschen Geschäften. Meine Freundin hatte sich ein veganes Café ausgeguckt, das etwas abseits der Hauptstraße liegt und wohl ein echter Geheimtipp ist. Bei Marianne könnt Ihr frühstücken und super leckere selbstgemachte vegane und glutenfreie Kuchen, Waffeln, Pralinen und Bio-Eis bestellen. Den Latte Macchiato gibt's auf Wunsch auch mit Sojamilch. Es ist empfehlenswert dort nicht so ganz spät einzukehren, da der Kuchen sonst schon aufgefuttert ist. Passend zur Adresse in der Berlinerstraße 22 ist das kleine Café auch im hippen Berliner-Stil eingerichtet.


Marianne

Berlinerstraße 22
28202 Bremen
Geöffnet: Dienstag bis Samstag von 10 bis 18.30 Uhr


Ich wollte mir gerne die Überseestadt etwas genauer anschauen, da das Wetter aber nicht so toll war und wir am zweiten Tag ehrlich gesagt etwas fußlahm waren, haben wir nur einen ganz kurzen Abstecher dorthin gemacht.


Ich wünsche Euch eine schöne Woche. Bei uns starten übermorgen endlich die Sommerferien!

Mittwoch, 23. Juli 2014

{Kreativ in den Ferien}: Das Urlaubsbuch für Kindern und Eltern

Viele von Euch genießen schon die Sommerferien, wir in Niedersachsen müssen noch genau eine Woche warten. Zum Glück ist in der Schule nicht mehr so viel los und wir stimmen uns schon ganz langsam auf die Ferien ein: Die Jungs springen in das Planschbecken, spritzen mit dem Wasserschlauch Konservendosen vom Tisch, abends wird gegrillt und nur unter größtem Protest geht es ins Bett. Zwischendurch gibt es bei den Kindern natürlich immer wieder Momente (das kenne ich noch sehr gut aus meiner eigenen Kindheit), in denen es furchtbar langweilig wird. Manchmal ist es auch einfach zu heiß, um die ganze Zeit im Garten zu spielen.


Ein toller Zeitvertreib für die Ferienwochen ist Das Urlaubsbuch für Kinder und Eltern aus dem Haupt Verlag. Ihr findet in dem Buch viele kreative Ideen und Basteleien für jede Altersstufe. Dabei ist es ganz egal, ob Ihr ans Meer oder in die Berge fahrt, die Stadt auf einem City-Trip unsicher macht, eine Fernreise plant oder den Urlaub im eigenen Garten verbringt. Die Künstlerin und Grafik-Designerin Claudia Scholl hat in ihrem Buch die Bastelideen perfekt auf das Urlaubsziel abgestimmt.

 

Das Tolle an dem Buch: Ihr braucht keine Unmengen an Bastelmaterialien mitzuschleppen. Die Projekte sind so angelegt, dass Ihr die Materialien vor Ort findet: Pappe, Plastiktüten, Schwämme, Eierpappen, Klopapier, Plastikflaschen, Kronkorken, Strohhalmen, Bonbons, Obstnetze und vieles mehr findet Ihr in jedem Urlaubsort. Man merkt sofort, dass sich die Autorin liebend gerne mit dem Thema Upcycling beschäftigt. Dieses Buch stammt übrigens auch aus ihrer Feder.


Ich kann mich noch gut an einen uralten Wanderstock erinnern, der bei meinem Opa früher in der Ecke stand. Auf einen Wanderstock waren kleine verbeulte Metallplättchen mit bunten Motiven der Etappen einer Wanderung genagelt. Da gefällt mir der moderne Wanderstock aus dem Buch viel besser: Auf jeder Wanderung, die Ihr unternehmt, können Eure Kinder als Erinnerung eine Plakette aus Papier malen. Befestigt werden sie ganz einfach mit Klebestreifen auf einem selbstgesuchten Holzstock.


Von der Autorin gibt es zusätzlich noch viele Tipps für den Urlaub und kindgerechte Bastel-Anleitungen, die die Umsetzung ganz einfach machen. Zu dem Buch gehört übrigens auch eine kleine Tasche mit Zip-Verschluss, um eine Bastel-Grundausstattung mitzunehmen wie Buntstifte, Radiergummi, Anspitzer, Kleber und eine Bastelschere.

Wenn Euch im Urlaub oder zu Hause einmal die Ideen ausgehen und Ihr nach neuen Anregungen für Eure Kinder sucht, ist das Buch von Claudia Scholl genau das Richtige. 

Das Urlaubsbuch für Kindern und Eltern, Claudia Scholl, Haupt Verlag, 19,95 Euro

Montag, 21. Juli 2014

{Mein erstes Mal}: Alleine im Kino

Auf meiner imaginären Liste mit Dingen, die ich noch nie getan habe, steht schon seit Jahren: Alleine ins Kino gehen. Lange Zeit, vor allem als Studentin, hatte eine sehr romantische Vorstellung, wie das aussehen sollte: Ich sitze ganz alleine in einem alten, leicht muffigen Programmkino und sehe mir einen französischen Film an. Selbstverständlich im Original und mit Untertiteln. Die anderen Besucher würden mich etwas mitleidig aus den Augenwinkeln ansehen und sich fragen, warum ich mir diesen melancholischen Film ganz alleine ansehe. Hat die Arme keinen Freund? Oder wurde sie gerade von ihrer großen Liebe verlassen?


Tatsächlich habe ich es erst Ende Juni geschafft, zum allerallerersten Mal ins Kino zu gehen. Der Film war zwar nicht französisch, aber sehr, sehr traurig. Nachdem ich das Buch Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green gelesen hatte und seit langem bei einem Buch heulen musste, war mir völlig klar, dass ich die Verfilmung des Romans alleine sehen muss. Ich wollte einfach mal ganz alleine vor mich hinschluchzen. Und das habe ich dann auch getan. Wenn auch, im Vergleich zu mehreren Teenies, die in wahre Heulorgien ausgebrochen sind, sehr verhalten.

Weil ich von den großen Kinos meistens ziemlich angenervt bin, habe ich mich bewusst für ein kleines Programmkino entschieden. Neben der besagten Mädchen-Truppe waren zu meinem Erstauen viele ältere Besucher im Kino und auch einige, die ganz alleine waren. Während sich viele nicht vorstellen können, alleine ins Kino zu gehen, fand ich es total schön und sehr entspannt. 

Ach, und der Film hat mir übrigens auch gut gefallen. Als nächsten Film möchte ich mir unbedingt Boyhood ansehen. Kennt Ihr den schon?


Samstag, 19. Juli 2014

{Samstagskaffee}: Der Sommer ist zurück!




Von den heißen Sommertagen, wie wir sie gerade erleben dürfen, sind mir die Morgenstunden und der frühe Abend am allerliebsten. Bevor es später zu warm wird, trinke ich für heute wahrscheinlich meinen letzten Kaffee und schicke ihn zu Ninja, bei der wir uns wieder zum virtuellen Kaffeekränzchen treffen. Zur Erfrischung trinke ich übrigens gerade dieses Getränk sehr, sehr gerne.

Ich bin heute mit unserem kleinen Sohn ganz alleine zu Hause. Er freut sich schon riesig darauf, dass er endlich alleine, ohne die ständigen Anweisungen seines großen Bruders, unter den Gartensprenger hüpfen kann.

Ich wünsche Euch ein tolles hochsommerliches Wochenende!

Donnerstag, 17. Juli 2014

{Buchvorstellung}: Vegan in Topform - Das Kochbuch

Kaum eine Ernährungsform wird wohl gerade so gehypt wie der Veganismus. Koch- und Backbücher schießen wie Pilze aus dem Boden und auf allen Kanälen werden die Vorzüge dieser nährstoffreichen Ernährung gepriesen. Zwar hält sich vor allem bei Fleischessern hartnäckig das Gerücht, dass Veganer aufgrund ihres Mangels an Eisen und Eiweiß demnächst tot umfallen müssten, mittlerweile gibt es aber immer mehr Menschen, die das Gegenteil beweisen. Brendan Brazier ist so einer. Der frühere Ironman-Triathlet hat allen Fleisch-Fans die Nase gezeigt und bewiesen, dass man auch mit einer rein pflanzlichen Ernährung zu sportlicher Höchstform auflaufen kann. Seine sogenannte Thrive-Diät ist vor allem bei Hochleistungssportlern legendär. Nach seinem ersten Buch Vegan in Topform liefert der 39-jährige Kanadier nun die passenden Rezepte dazu.



Das Buch Vegan in Topform - Das Kochbuch von Brendan Brazier ist ein absolutes Standardwerk, dass nicht nur 200 vegane Rezepte bietet, sondern auch sehr ausführlich erklärt, welche Auswirkungen der Verzehr von tierischen Produkten auf unsere Umwelt hat.

Der durchtrainierte Triathlet hat sich für die veganen Gerichte wie Quinoa-Falafel, Zucchini-Fettuccine mit Zitronen-Pfeffercreme oder Minz-Eiscreme mit Schokosplittern nicht ganz alleine an den Herd gestellt, sondern bekannte Küchenchefs aus den USA nach ihren liebsten Rezepten gefragt. In seinem Kochbuch verzichtet Brazier vollkommen auf mögliche allergieauslösende Produkte wie Soja, Weizen, Mais und Hefe und lässt den sogenannten Superfoods wie Chia, Maca und Chlorella den Vortritt. Die meisten der veganen Gerichte sind recht unkompliziert zuzubereiten, dafür haben es einige Zutaten in sich. Ich habe im Bio-Laden zwar mittlerweile viele exotische Nahrungsmittel gesehen, aber von Sacha-Inchi-Samen (Inka-Erdnüsse), Yerba Mate oder Yacon-Sirup habe ich noch nichts gehört. Zum Glück werden Alternativen für die Gerichte angegeben. Fest steht: Wer sich mit der veganen, nährstoffreichen Ernährung und den Superfoods noch gar nicht näher beschäftigt hat, muss bei den Rezepten kreativ werden, um die Zutaten zu ändern. 


Besonders interessant fand ich das Kapitel über die Acht Elemente guter Ernährung: In welchen Lebensmitteln stecken Antioxidantien, Kalzium, Eisen, Fette oder sekundäre Pflanzenstoffe und was bewirken sie in meinem Körper? Ausführlich beschrieben ist auch die Basisaustattung an Vorräten, die für die Gerichte bzw. für eine vegane Ernährung allgemein benötigt werden. Wenn man nicht gerade Großverdiener ist, lassen sich diese Dinge nicht an einem Tag anschaffen, aber ihr bekommt viele Anregungen für nährstoffreiche und gesunde Lebensmittel.

Wenn Ihr Euch nicht nur für sehr gesunde, vegane Gerichte interessiert, sondern noch viel Wissenswertes zu umweltverträglicher Ernährung, Schonung der Ressourcen und die Auswirkung der veganen Ernährung auf die Gesundheit wissen möchtet, ist das Buch von Brendan Brazier das richtige für Euch.


Da ich seit einigen Wochen kein Fleisch mehr esse und deshalb auch auf Süßigkeiten mit Gelatine verzichten möchte, haben mich die Coolen Kokos-Orangenschnitten aus dem Buch angesprungen. Da ich nicht alle Zutaten in ausreichender Menge zu Hause hatte, habe ich das Rezept etwas abgewandelt und coole Cashew-Orangen-Kokos-Kugeln daraus gemacht. 




 Rezept für ca. 10 Kugeln:

100 g Cashewkerne
1 TL geriebene Orangenschale
3/4 TL Vanilleextrakt
6 EL Kokosraspeln 
1 EL brauner Zucker oder Agavendicksaft
1 Prise Salz

Und so geht's:

Die Cashewkerne werden fein gehackt und mit den restlichen Zutaten zu einem klebrigen Teig vermischt. Danach formt Ihr kleine Kugeln und wälzt sie in den Kokosraspeln. Die Kugeln schmecken besonders gut, wenn Ihr sie einige Minuten ins Gefrierfach legt.

Genießt den Sommer, Ihr Lieben!



Montag, 14. Juli 2014

Warum Deutschland Weltmeister wurde

Es muss sein, es geht einfach nicht anders: Ich muss heute einfach mal etwas zum Fußball schreiben. Ausgerechnet ich, die mit diesem Sport so überhaupt gar nichts am Hut hat. Mir jedenfalls war gestern vor lauter Aufregung im Finale gegen Argentinien so schlecht, dass ich mich am liebsten  im Bett verkrochen hätte. Habe ich aber nicht und tapfer mit meinem Mann und unserem Großen mitgefiebert. Hier ging es kurz vor Schluss ganz schön hoch her und wir drohtem unserem Großen mit Taschengeld-Verbot bis zur nächsten WM, wenn er nicht aufhört Argentinien ein Tor zu wünschen, nur damit es noch zum Elfmeterschießen kommt. So, jetzt wisst Ihr, wie es hier mit den erzieherischen Maßnahmen aussieht.


Auch wenn ich mit beiden Beinen meistens auf dem Boden stehe und sehr rational veranlagt bin, war ich mir vor dem Spiel sicher, dass Deutschland gar nicht anders kann, als zu gewinnen. Und das einfach aufgrund der offensichtlichen Mystik der Zahlen, wie ich es gestern abend triumphierend genannt habe. 54 - 74 - 90 - 2014: Ist doch ganz klar, oder? Ganz irrational habe ich mit unserem Sohn jede Menge positive Energie über den Fernseher geschickt und ihn in der Nachspielzeit noch schnell mit Deutschlandflaggen tätowiert.

Lustigerweise ist mir gerade eingefallen, dass ich mich an drei WM-Spiele auch Jahre danach noch sehr gut erinnern kann.

Am 11. Juli 1982, als 7-Jährige, habe ich mich in unserem Italien-Urlaub sehr darüber gewundert, warum mein Vater in einer Kneipe unbedingt Fernsehen gucken musste und die Italiener so ausgeflippt sind. Jetzt weiß ich: Italien hat gegen Deutschland im Finale gewonnen.

Am 12. Juli 1998 saß ich mit einem Haufen Fußballverrückter in meiner ersten WG und habe Frankreich angefeuert - wie es sich gehört mit seeehr viel Rotwein.

Am 9. Juli 2006 war mir der Fußball ziemlich egal. In diesem unglaublich heißen Sommer saß ich mit unserem knapp 3 Monate alten Söhnchen in der kühlen Altbauwohnung und hatte mit durchweichten Stilleinlagen zu kämpfen. 8 Jahre später gucken wir zusammen Fußball und Deutschland wird Weltmeister!

Könnt Ihr Euch auch an bestimmte Spiele auch noch erinnern? Ich bin gespannt...

Sonntag, 13. Juli 2014

{Insta-Love}: Meine 12 von 12 im Juli

Meine 12 von 12 im Juli gibt es heute ausnahmsweise in einer Sonderedition: Statt der 12 Fotos vom 12. Juli seht Ihr 9 am 13. Los geht's!


1. Doppelte Freude: Die Flow lag im Doppelpack in meinem Briefkasten. Jetzt brauche ich nur noch Zeit, um sie zu lesen.


2. Wie fast jeden Morgen gibt's Milchkaffee zum Wachwerden// 3. Nochmal kurz zurück ins Bett und weitergelesen


4. Ich habe mich riesig darüber gefreut, dass unser Kleiner nach einem fiesen Fiebertag wieder fit genug ist, um Blumen zu pflücken// 5. Noch ein Samstagskaffee für Ninja und noch mehr Blumen aus unserem Garten


6. Kuscheltier-Geburtstag mit missglücktem Waffelteig// 7. Mit dem Kleinen und seinem Zauberer gespielt


8. Die kleine Drachen-Handpuppe ist nicht aufzufinden, deshalb zieht sich der Kleine sein heißgeliebtes Kostüm über und verwandelt sich in einen Drachen// 9. Spontanes Grillen mit Baguette und Quietsche-Käse.

Noch mehr Bilder vom 12. Juli findet Ihr wie immer bei Caro von Draußen nur Kännchen.
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