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Samstag, 23. Juli 2016

10 x Sommer

1. Herrlich entspannte Sommermusik

2. Der sommerliche Duft dieses unglaublich schönen Bodysprays nach Minze. Oh Gott, ich könnte mich in das Moroccan Tea Body Mist reinlegen. Das perfekte Spray für den kleinen Frische- und Gute-Laune-Kick zwischendurch. Entdeckt in Kopenhagen bei & other Stories



3. Den Jüngsten euphorisch beklatschen, weil er sich endlich traut, den ganzen Kopf unter Wasser zu tauchen

4. Neue Sommer-Drinks ausprobieren, wie diese leckere Rhabarber-Schorle mit frischer Minze. Einfach etwas Rhabarbersirup, selbstgemacht oder zum Beispiel von Voelkel, mit eiskaltem Mineralwasser aufgießen, frische Minze und Eiswürfel dazugeben. 


5. Mit Freunden grillen und trinken und quatschen bis die Sonne untergeht

6. Blaubeeren pflücken und so viele naschen, bis der Bauch ganz rund ist



7. Immer wieder: Der Duft von Sonnenmilch auf warmer Haut

8. Geliebte Sommersprossen

9. Vanilleeis mit frischen Früchten zum Mittagessen


10. In den Sonnenaufgang tanzen

 
Freitag, 17. Juni 2016

Die Sache mit dem Hier und Jetzt und 5 Dinge, die mir gerade gute Laune machen


Ich sollte jetzt eigentlich vor dem Computer sitzen und arbeiten, einen Sachtext für einen Online-Shop schreiben. Stattdessen mache ich das, was ich am allerbesten kann: Ich grübel. Darin bin ich nämlich richtig gut. Mir Gedanken zu machen, über Dinge die ich mit etwas persönlichem Einsatz sogar ändern könnte, oder noch schlimmer, über Dinge, die ich überhaupt nicht in der Hand habe. 

Also grübel ich, wie unser großer Sohn im August auf dem Gymnasium zurechtkommen wird, ob unser Kleiner nach 18 Monaten im Sprachheilkindergarten in einer normalen Grundschule klar kommt. Ob es nicht besser wäre, aus meinem kleinen Homeoffice-Mikrokosmos auszureißen und mir wieder einen Job zu suchen. Wie und Wo wir in den nächsten Jahren wohnen werden, da wir jetzt wissen, dass wir unser Haus nicht kaufen können. Wie es meinen Eltern in den nächsten Jahren gehen wird und wie lange sie sich ab und zu noch um unsere Jungs kümmern können...
Aber auch mit Banalitäten kann ich mein Gedankenkarussel prima zum Drehen bringen: Warum verdammt schaffe ich es nicht, mich regelmäßig zu bewegen oder mich wenigstens auf mein Meditationskissen zu setzten, obwohl ich genau weiß, wie gut mir das tut. Oder mal wieder richtig zu kochen, statt uns zum dritten Mal in der Woche Apfelpfannkuchen aufzutischen, weil ich einfach keine Lust für mehr Aufwand habe. 

Ich weiß natürlich, dass es keinen Sinn macht, mit meinen Gedanken ständig in der Vergangenheit oder in der Zukunft festzustecken. Das Hier und Jetzt sollte meine ganze Aufmerksamkeit fordern. Ich habe einige Bücher zum Thema Achtsamkeit gelesen, vertrödel liebend gerne meine Zeit auf modernen, spirituell angehauchten Lifestyle-Blogs, versuche einigermaßen regelmäßig Yoga zu machen....und doch bringt es mich meistens nicht wirklich weiter.

Aber dann gibt es zum Glück doch ein paar kleine, simple Dinge, die die Gedankenspirale kurz anhalten können und mir an doofen Tagen gute Laune machen.

1. Raus an die frische Luft

Statt mir heute morgen die Decke über den Kopf zu ziehen oder sinnlos bei Facebook meine Zeit zu verplempern habe ich mich auf mein Fahrrad gesetzt und bin losgefahren. Eine Strecke, die ich eigentlich schon ewig lange mit unseren Jungs abfahren wollte. Vorbei an weiten Feldern, mit wunderschönen Mohn- und Kornblumen und Kamille am Wegesrand. Ein kleines Stück auf einem schmalen Weg, der sich durch schattige Kiefernwälder und über einen kleinen Bach schlängelt, untermalt von einem Froschkonzert und dem leisen Rauschen der Blätter. Dann plötzlich diese Weite, das Licht und riesengroße Windräder, die sich vor mir auftürmen und die ich sonst nur aus der Ferne beim Vorbeifahren im Auto wahrnehme. Ich schließe kurz die Augen, spüre den Fahrtwind auf meiner Haut, das erste Ziehen und Zwicken in meinen Beinen und fühle mich entspannt. Nach mehr als einer Stunde Fahrt hat sich das Wirrwarr in meinem Kopf zum Glück etwas gelichtet.


2. Schöne, beschwingte Gedanken zulassen

Der Blick in die nahe Zukunft kann natürlich auch etwas Schönes haben. Wenn ich daran denke, was ich in den nächsten Wochen und Monaten so vorhabe - Reise nach Kopenhagen, Konzert in Berlin, ein Festival mit meiner Freundin und ein Wochenende in Boltenhagen im Herbst - kann ich ja eigentlich nur gute Laune kriegen.

 3. Mit Reise-Geschichten die Welt entdecken
 

Ich stehe gerade total auf Reisegeschichten. Wenn ich schon nicht selbst die große, weite Welt entdecke, (fürs Abenteuer bin ich irgendwie nicht gemacht), dann hole ich mir die Geschichten aus Alaska, Vietnam, Afrika und Bhurma nach Hause. Sehr begeistert hat mich das grandiose Magazin The Fernweh Collective und das darin empfohlene Buch The Travel Episodes - Geschichten vom Fernweh und der Freiheit. Eine prima Ablenkung an blöden Tagen und ganz  großes Kopfkino!

4. Erinnerungen sammeln

Seit Wochen lässt mich die Idee nicht mehr los, meine Männer einzupacken, mit einem Bus durch die Gegend zu düsen und Urlaub zu machen. Ich bin eigentlich gar nicht der Camping-Typ: Die Aussicht, dass Ameisen durch mein Zelt laufen und der Gedanke, nachts durch die Dunkelheit aufs Klo gehen zu müssen, habe mich bisher eher abgeschreckt. Aber dann sind da eben doch die wenigen Camping-Platz-Momente, die sich auch nach Jahren in meinem Kopf eingegraben haben.

Die Packung Miracoli, die wir damals ganz revolutionär mit Spaghetti und Soße in einem Topf auf dem Gaskocher zubereitet haben - heute nennt man das ganz schlicht und ergreifend One-Pot-Pasta - hat mitten in den Dünen nie wieder so gut geschmeckt. Dieses großartige Gefühl, wenn man müde und überdreht zugleich ins sein Zelt fällt, weil man gerade den ersten Sonnenaufgang seines Lebens am Meer erlebt hat. Und ich meine einen richtigen Sonnenaufgang, bei dem die Sonne plötzlich direkt aus dem Meer auftaucht und viel zu schnell aufsteigt. Der Morgen, wenn man aufwacht und die Wellen in der Ferne rauschen hört.

Mein liebster Zeitvertreib in letzter Zeit, um noch mehr Fernweh zu  kriegen: Mir auf Instagram unzählige, freiheitsliebende Menschen unter dem Hashtag vanlife oder vanlifers ansehen, die mit ihrem liebevoll umgebauten Bus oder Van die Welt entdecken oder ganz darin wohnen. So wie Rachel und James von Idle theory bus die mit ihrem VW-Bus seit 3 Jahren unterwegs sind.

Vor einiger Zeit entdeckt und regelrecht in den Videos dieser sympathischen Familie versunken, die seit einem Jahr auf Weltreise sind, bin ich auf dem Blog Sechs Paar Schuhe.  Seht Euch unbedingt das Video an, danach wollt Ihr garantiert auch sofort losfahren. 




5. Einfach mal an nichts denken

Auch wenn mein wunderschönes Meditationskissen, das mir mein Mann zum Geburtstag geschenkt hat, seit einiger Zeit in der Ecke verstaubt, lohnt es sich doch, es hin und wieder hervorzukramen. Vorhin habe ich es gerade wieder versucht: Aufrecht, aber entspannt hinsetzen, Augen schließen und versuchen, an nichts zu denken. Gedanken, die auftauchen - und das tun sie ganz schön oft - fliegen dann wie Wolken an mir vorbei. Ein schönes Bild, das bei mir tatsächlich sehr gut funktioniert. Das Gefühl hinterher: Pure Entspannung und ein ganz wohliges Körpergefühl. Also, nicht erst lange in Meditations-Büchern lesen, wie das genau geht, sondern einfach mal ausprobieren.
Montag, 6. Juni 2016

Meine drei Lieblingsbücher für eine leichte Sommerküche

Wenn's draußen knackig warm ist, wie bei uns gerade im Norden glücklicherweise, könnte ich mich durchgehend von Salat ernähren oder aber von leichten Gerichten mit ganz viel Gemüse. Passend zum Wetter stelle ich Euch heute drei tolle neue Kochbücher vor, die prall gefüllt sind mit leichten vegetarischen Gerichten für eine leckere Sommerküche. Für alle drei Bücher gilt: Nicht nur die Rezepte sind der Hit, sondern auch die wunderschönen Fotos.


1. Das vegetarische Kochbuch

Das vegetarische Kochbuch der Foodfotografin Barbara Bonisolli aus dem Callwey Verlag ist viel mehr als ein Kochbuch. Es ist ein wunderschöner Bildband mit 100 köstlichen vegetarischen Gerichten. Die Zutaten und die Inspirationen für ihre Gerichte holt sich die erfolgreiche Kochbuchautorin aus ihrem eigenen Garten. Dort wachsen Obst, Gemüse und Kräuter um die Wette und landen kreative verarbeitet auf den Tellern ihrer Familie und Gäste. Die Fotos sind der Knüller und machen richtig Lust aufs Ausprobieren der Rezepte. Der Brotsalat auf dem Buch-Cover ist mir leider nicht besonders gut gelungen, ausprobieren werde ich aber garantiert noch die gebratenen Reisnudeln mit Mangold, den Aprikosen-Schmand-Kuchen und in der Spargel-Saison unbedingt noch die gefüllten Kräuterpfannkuchen mit Spargel und Rosmarin. Sehr gut gefällt mir die Aufteilung der Rezepte nach Jahreszeiten.


Foto: Barbara Bonisolli

2. Detox basisch vegetarisch


Wenn Ihr Eurem Körper mal etwas Gutes tun und ihn mit besonders nahrhaften Gerichten verwöhnen möchtet, ist das mittlerweile dritte Buch von Natasha Corrett genau richtig für Euch. Detox basisch vegetarisch aus dem AT Verlag enthält über 100 unkomplizierte basische Rezepte zum Entschlacken und Entgiften, zur Anregung des Stoffwechsels und nebenbei auch zum Abnehmen. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit und andere Beschwerden, die oft aus einem zu vollen Alltag entstehen, können mit der richtigen Ernährung verschwinden. 
Ihr könnt die Rezepte natürlich einfach so nachkochen oder die vier ausgearbeiteten Entschlackungsprogramme in die Tat umsetzen. Von #feelgood, einem kurzen Entschlackungsprogramm mit Suppen, Smoothies und Säften, das perfekt fürs Wochenende geeignet ist bis zum 30-tägigen #lifechange-Programm für alle, die gesunde Ernährung dauerhaft in ihrem Leben verankern möchten. 
  

So toll ich die ausgearbeiteten Ernährungs-Pläne finde, bei mir scheitert es meistens an der Umsetzung, da ich für meine Kinder extra kochen müsste. Und das ist mir für einen Zeitraum von mehreren Wochen zu aufwendig. Deshalb halte ich mich lieber an einzelne Rezepte, wie  die Blumenkohlsuppe mit rosa Pfefferkörnern (Foto), würzige Tofubällchen oder Spinatsalat mit warmen Feigen.

Detox basisch vegetarisch, Natasha Corrett, AT Verlag, 24,95 Euro.
  
3. Gemüse all'italiana

Ich bin leider keine routinierte Köchin, die aus drei, vier Zutaten super leckere Gerichte zaubern kann. Wahrscheinlich gefällt mir das Kochbuch Gemüse all'italiana von Cornelia Schinharl, ebenfalls aus dem AT Verlag, deshalb so gut, weil sie ruck-zuck tolle vegetarische aus allen Regionen Italiens zubereitet - und das nur mit einer handvoll einfacher Zutaten. Mit über 200 Rezepten aus allen Regionen Italiens ist dieser toll gestaltete Bildband eine wahre Fundgrube. Sehr gut gefällt mir die Unterteilung der Rezepte nach Gemüsesorten: Ihr richtet Euch ganz einfach nach Eurem Appetit und findet unter dem jeweiligen Gemüse leckere und garantiert ganz einfache, authentische Gerichte. Zusätzlich gibt es zu jedem Gemüse ein ausführliches Porträt und hilfreiche Tipps für die Zubereitung der italienischen Speisen.

Ausprobieren möchte ich unbedingt diese Ricotta-Spinat-Gnocchi (Foto), das pikante Auberginengemüse und die klassische Minestrone. Aber es gibt in diesem wunderbaren Kochbuch noch so viel mehr zu entdecken. Einziger Haken: Dieser Rezept-Bildband der italienischen Küche ist viel zu schade, um ihn am Herd mit Tomatensoße und Olivenöl vollkleckern zu lassen. Etwas Sicherheitsabstand ist deshalb sinnvoll. :-) Definitiv ein Kochbuch für echte Italien-Liebhaber!

Gemüse all'italiana, Cornelia Chinharl, AT Verlag, 34,95 Euro. 
Dienstag, 31. Mai 2016

{Insta-Liebe}: Das war unser Mai


Wenn ich mir meine Fotos aus dem Mai so angucke, könnte man ja meinen, ich wäre im Sanatorium gewesen. Die Bilder strahlen so viel Ruhe und Entspannung aus. Hach, schön wärs! 


1. Im Mai war so viel zu tun, dass ich es nur ein einziges Mal zum Yoga geschafft habe. Blöd! Ähm, was dieses Bild mit Yoga zu tun hat? Kaffee und diese superleckeren Kokosnuss-Riegel gehören bei mir fest zum Nach-Yoga-Ritual! // 2. Dafür sind wir mit unseren Kindern endlich nach Hannover in die Waldstation Eilenriede gefahren und haben uns im Wald-Hochhaus aus 36 Metern Höhe die Stadt angeguckt. Da wir bis auf den Kleinen nicht alle wirklich schwindelfrei sind, war das sehr lustig. // 3. An diesem tollen Tuch, was sich später fast schon als Decke entpuppte, konnte ich nicht vorbeigehen // 4. Ein Highlight im Mai: Der 75. Geburtstag meines Papas.


5. Ich finde es immer wieder lustig, welche Fotos bei Instagram besonders viele Herzchen bekommen. Die Nektarinen im sonnigen Abendlicht waren eins Eurer Lieblinge. // 6. Ich liebe es, wenn ich mich zwischendurch mit einem Buch ins Schlafzimmer zurückziehen kann. // 7. Blauer Himmel, schönes Wetter. // 8. Kopenhagen mit meiner lieben Freundin ist gebucht und ganz bald geht es schon los.


9. Schon wieder so ein Stillleben. Auch ein mäßig erfahrener Instagrammer weiß: Kaffee und Sukkulenten gehen immer. // 10. Warum kaufe ich mir eigentlich noch  Pfefferminztee? Selbstgemacht schmeckt der so unglaublich lecker. // 11. Dieses kleine Regenbogen-Radiergummi hat mir gestern den Tag gerettet: Bei Instagram meldeten sich einige Mädels, die früher auch so eins hatten. Ich habe Tränen gelacht. // 12. Ich habe versucht, mal wieder zu laufen. Ich wollte das ja wieder regelmäßig machen. Ich war aber so fertig an dem Tag, dass ich lieber Mohnblumen fotografiert habe. Und der Muskelkater hat mich noch Tage danach fertig gemacht. 

Im Mai haben wir aber noch ganz viel Alltagskram gemacht, der auf dem Foto nicht so spannend rüberkommt: den Schuppen ausgemistet, für Klassenarbeiten gelernt, endlich einen Schulranzen für den Kleinen gekauft, für die Fahrradprüfung geübt und noch so einiges mehr. Was ich jetzt schon weiß: Der Juni wird es in sich haben. Bis zu den Sommerferien, die in Niedersachsen so unglaublich früh beginnen, gibt es noch Kindergarten- und Schulfeste, Abschlussfeiern, Kennenlerntage auf den neuen Schulen (ab August ist es mit der Kindergartenzeit bei uns nämlich vorbei!!) und natürlich mein Kurztrip nach Kopenhagen. Ich wünsche Euch einen schönen Juni! Bis ganz bald...


Donnerstag, 26. Mai 2016

Tschüss Hormone und wie es jetzt weiter geht

In meiner blogfreien Zeit habe ich mich intensiv mit einem Thema beschäftigt, das bei mir in den letzten 25 Jahren quasi nebenher lief: die Verhütung. Ich habe mir ehrlich gesagt nie großartige Gedanken gemacht. Ich habe über 15 Jahre brav die Pille geschluckt und mir nach der Geburt unseres zweiten Sohnes für 5 Jahre die Hormonspirale legen lassen. Mögliche Nebenwirkungen wie Migräne oder Libidoverlust und ein erhöhtes Thrombose- und Brustkrebsrisiko waberten zwar immer ganz hinten in meinem Kopf herum, haben mich über die Jahre aber nicht wirklich beschäftigt.
Ich weiß nicht, ob mein 40. Geburtstag die magische Grenze war, mich mehr mit mir selbst und meinem Körper zu beschäftigen. Oder die Tatsache, dass in meinem Umfeld junge Frauen an Brustkrebs erkrankten und meine Patentante an den Folgen sogar gestorben ist. Ich war nie ein Hypochonder, aber mit zunehmendem Alter steigt - ob ich will oder nicht - die Angst, auch eine fiese Krankheit zu bekommen.


Kurz bevor ich mir eine neue Hormonspirale für die nächsten 5 Jahre einsetzen lassen wollte, stieß ich durch puren Zufall auf einen Artikel, der sich kritisch mit den Nebenwirkungen auseinandersetzte. Die von vielen Frauenärztinnen, so auch meiner, angepriesene Verhütungsmethode, sollte auf einmal gar nicht mehr so toll sein. Dass die Spirale die Hormone gar nicht nur lokal in der Gebärmutter abgebe, sondern im ganzen Körper. Und dass die Dosierung nicht so niedrig sei, wie propagiert. Von extremen Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit bis hin zur Depression war da auf einmal die Rede.
Einige dieser Nebenwirkungen kamen mir bekannt vor, hatte ich damit seit vielen Jahren zu kämpfen, ohne jedoch zu wissen, dass sie möglicherweise von der Spirale kommen könnten. Problematisch war und ist es für mich allerdings herauszufinden, ob meine Stimmungsschwankungen tatsächlich mit der Hormonspirale im Zusammenhang stehen oder ob es einfach an den äußeren Umständen und dem täglichen Familienwahnsinn mit 2 Kindern liegt. Deshalb konnte es für mich nur eine Lösung geben: Die Spirale musste so schnell wie möglich raus.

Nach einigem hin und her habe ich mich nun entschieden, auf Hormone komplett zu verzichten und in Zukunft weder die Pille noch die Hormonspirale zur Verhütung zu nehmen. Ich möchte gerne herausfinden, wie es meinem Körper ganz ohne die Zufuhr von Hormonen geht. Da wir kein drittes Kind mehr möchten, ist Verhütung gerade ein großes Thema. Nachdem ich mich viele Stunden mit Möglichkeiten der hormonfreien Verhütung beschäftigt hatte, stieß ich im Internet auf NFPNatürliche Familienplanung hörte sich für mich nicht unbedingt nach sicherer Verhütung an. Und auch meine Schwester frohlockte, dass bald bestimmt ein kleines Mädchen unterwegs sei.



Früher hätte ich diese Form der Verhütung wahrscheinlich als esoterischen Quatsch abgetan und mich nicht weiter damit beschäftigt. Bei NFP nach der symptothermalen Methode Sensiplan, wie es genau heißt, geht es aber ganz sachlich darum, anhand der Basalthemperatur (das ist die Temperatur, die direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen gemessen wird) und dem Zervixschleim die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage zu bestimmen. Die täglichen Daten werden in ein Datenblatt oder etwas komfortabler in eine dazugehörige App auf dem Handy eingetragen. Wer sich strikt an die Regeln hält, die in dem Buch Natürlich & Sicher Das Praxisbuch dargestellt werden, wird mit einer Methodensicherheit belohnt, die vergleichbar mit der Pille ist.
Stark vereinfacht gesagt: Wenn die unfruchtbaren Tage nach der Methode ausgewertet werden konnten, ist Sex für bis zu zwei Wochen im Zyklus ganz ohne Verhütung möglich. (Natürlich immer abhängig vom individuellen Zyklus der Frau). In der fruchtbaren Zeit greift man dann auf Kondome oder andere Barrieremethoden zurück. Die ganze Sache ist auf den ersten Blick ziemlich kompliziert, aber ich finde es momentan spannend, mich damit genauer auseinanderzusetzen.

Wenn Ihr Euch auch für das Thema interessiert findet Ihr bei Maggie von We are the Ladies einen super Einstieg und viel Wissenswertes zur natürlichen Verhütung.

Mehr zur Arbeitsgruppe NFP und der wissenschaftlich fundierten Methode Sensiplan erfahrt Ihr HIER.


Wie macht Ihr das? Hormone ja oder nein?





Donnerstag, 19. Mai 2016

5 Dinge, auf die ich mich diesen Sommer freue

Huch, na das war ja eine lange Blogpause! Vier Wochen war es hier still, dafür tobte aber unser echtes Leben um so mehr. Wir haben den 10. Geburtstag unseren Sohnes gefeiert und den 75. meines Papas. Wir haben die ersten warmen Tage in unserem Garten genossen und kleine Ausflüge mit der Familie unternommen. Uns den Kopf zerbrochen, welche Schule für unseren Großen nach den Sommerferien wohl die richtige ist. Und ich habe mir mal wieder über Sinn und Zweck des Bloggens so meine Gedanken gemacht. Einer plötzlichen Eingebung folgend, habe ich mir dann noch vorgenommen, bis auf weiteres auf Hormone in Form von Spirale oder Pille zu verzichten. Wie es dazu kam und wie es jetzt verhütungstechnisch weitergeht, berichte ich ein anderes Mal. Jetzt kommen erstmal 5 grandiose Dinge, auf die ich mich diesen Sommer richtig freue!

1. Freundinnen-Kurztrip nach Kopenhagen


Unser Städte-Trip nach Kopenhagen war eigentlich schon für letztes Jahr geplant, aber zwei Männer, vier Kinder und gefühlte 1000 Termine wollen unter einen Hut gebracht werden. Jetzt hat es aber geklappt! Endlich! Zum Start der Sommerferien düsen wir in die tolle dänische Stadt und wollen einfach nur quatschen, gucken, essen und die Zeit genießen. Die Zugtickets sind gebucht und unsere Unterkunft in einer süßen Wohnung mit Balkon mitten im schönen Nørrebro steht auch. Hach, ich freu mich!


2. Einfach mal nichts tun und die Füße hochlegen


Ich freue mich riesig aufs süße Nichtstun! Früher kam bei mir immer leichte Panik auf, wenn die Sommerferien vor der Tür standen. 6 Wochen Ferien mit zwei Jungs, die erfahrungsgemäß mindestens 2, eher 3 Wochen brauchen, um sich aufeinander einzugrooven. In Kombination mit meiner Selbstständigkeit ist das oft anstrengend, aber dafür müssen wir nicht mehr für Tests lernen, der Hausaufgaben-Stress verschwindet und der Wecker wird in eine dunkle Ecke verbannt.

3. Ein Hochbeet für unseren Garten
   

Lange im Kopf geplant und demnächst soll es endlich mit dem Projekt Hochbeet losgehen. Wir sind alle schon ganz heiß drauf, Salat, Kohlrabi, Gurken, Tomaten & Co. aus unserem eigenen Anbau zu ernten und zu essen. 

4. Mit dem Liebsten zum Massive Attack-Konzert nach Berlin

Mit Anfang 20, in meiner leicht melancholisch angehauchten Phase, hörte ich Massive Attack in meinem WG-Zimmer in Hannover rauf und runter. Zum Konzert habe ich es damals leider nicht geschafft, obwohl sie sogar in einem Club im gleichen Stadtteil bei mir um die Ecke aufgetreten sind. Jetzt, gut 20 Jahre später, hole ich das nach. Meinen Mann schleppe ich einfach mit und dann sehen wir uns in der wunderschönen Zitadelle in Spandau das Konzert an.  


5. Endlich wieder in den Sonnenaufgang tanzen


Mindestens ein Mal im Jahr gibt es für meine Freundin und frühere WG-Mitbewohnerin und mich einen Pflichttermin: Wir fahren auf ein Festival und tanzen zu elektronischer Musik in den Sonnenaufgang (wenn wir nicht vorher totmüde in unser Zelt fallen). Im letzten Jahr hat das super geklappt und wir möchten es diesen Sommer unbedingt wiederholen.


Dienstag, 19. April 2016

Von Lebensträumen und einem passenden Buchtipp


Wann habt Ihr das letzte Mal geträumt? Ich meine so richtig, mit kribbeliger Vorfreude und Herzklopfen, wenn Ihr nur an Euren Traum oder Eure Wünsche denkt. Von einem Urlaub, den Ihr schon immer einmal machen wolltet, vielleicht einem neuen Job, der Euch wirklich erfüllt oder einer Auszeit mit Eurer Familie in einem fremden Land. Oft bleibt es ja beim Ausmalen des Traums in den schönsten Farben, aber uns hindert meistens irgendetwas daran, ihn tatsächlich umzusetzen. Sei es das liebe Geld, die Schulpflicht der Kinder oder der Angst vor der ungewissen Zukunft. 

Während ich seit Jahren vor mich hinphantasiere, dass ich irgendwann einmal am Meer leben möchte und noch nicht mal selber weiß, ob ich es wirklich ernst damit meine, wird meine Schwester da schon etwas konkreter. Sie träumt seit Jahren von einem eigenen kleinen Café auf ihrem traumhaften Grundstück. Ihre Gäste sitzen auf bunt zusammengewürfelten Mobiliar, das sie auf Flohmärkten gesammelt hat und serviert ihnen ihren fabelhaften selbstgebackenem Obstkuchen vom Blech, fluffige Muffins und süßen Käsekuchen. Abends, wenn die Sonne langsam hinter der umgebauten Scheune und dem großen, verwunschenen Garten verschwindet, gibt es einen knusprigen Flammkuchen mit einem leckeren Glas Wein. 


Kurz vor ihrem 50. Geburtstag in diesem Sommer nehmen die lang ausgeheckten Pläne ganz langsam Gestalt an. Wenn sich zu den Träumen dann aber die Realität gesellt in Form von Umbau, Finanzierungsplänen, Behördengängen und dem Gedanken, ob überhaupt jemand in ihr kleines, abgelegenes Café am Rand der Lüneburger Heide kommen wird, sieht alles nicht mehr so schön bunt aus und der Zweifel gesellt sich dazu.

Gestern, beim 10. Geburtstag unseres Großen, haben wir schon mal ein wenig weitergesponnen und überlegt, welche Köstlichkeiten es unbedingt auf eine kleine Speisekarten schaffen könnten und ich habe mich großzügig angeboten, meine Schwester auf eine kleine Recherche-Tour durch hübsche Cafés in Hannover zu begleiten. Ich bin jedenfalls furchtbar gespannt, wie es mit dem Traum meiner Schwester weitergeht. Fest steht: Sie kann backen und kochen und hat ein tolles Gespür, schöne Dinge zu entdecken und zu dekorieren.


Ein tolles, neues Buch, das die Träume meiner Schwester im Moment beflügelt, sind die Sugar Girls aus dem Callwey Verlag. Dort berichten 20 Frauen, wie sie ihren ganz persönlichen Traum von einem eigenen Café in die Tat umgesetzt haben - mit allen Höhen und Tiefen. Neben den Porträts dieser sympathischen Café-Besitzerinnen, wie etwa Doreen (Foto) mit ihrem Café Himmelhoch in Braunschweig, liefert das Buch aber auch leckere Rezepte, süße Deko-Ideen und jede Menge Gründer-Tipps für alle, die es auch einmal mit einem eigenen Café versuchen wollen. HIER könnt Ihr einen Blick in das Buch werfen.

Fotos: Ulrike Schacht




Sugar Girls, Meike Werkmeister, Jana Henschel, Callwey Verlag, 29,95 Euro 


Und? Wie sieht's mit Euren Träumen aus? Eine Weltreise, auch ein eigenes Café oder seid Ihr wunschlos glücklich?

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